PETERSKAPELLE LUZERN

2016_1.RANG


Verfahren:
Projektwettbewerb mit Präqualifikation
8 Teilnehmer

Team:
Christian Kathriner (Bildender Künstler, Wilen)
Wendelin Odermatt (Restaurator, Stans)
Christian Deuber (Lichtplaner, Luzern)

Programm:
Neugestaltung Innenraum und Fassadensanierung
SCHULHAUS SACHSELN
Offener Wettbewerb
2015 / 1. Rang


Situation und Konzept:
 Das gewünschte Raumprogramm wird auf zwei Gebäude, ein Schul- und ein Kindergartenhaus, aufgeteilt. Die im Sockelbereich des Kindergarten-
gebäudes integrierte Schulküche funktioniert
 mit separatem Zugang als weitere autonome Einheit, womit die unterschiedlichen Schulstufen räumlich optimal entflochten werden und eigenständige Adressen erhalten.


Durch diese Aufteilung ergeben sich zwei kompakte und effizient organisierte Volumen, welche aufgrund ihrer Abmessungen, Proportionen und Setzung im Gelände souverän den Übergang
 von Schulareal zu Dorfkern vermitteln und sich angemessen in das Sachsler Ortsbild integrieren. Die Positionierung der Neubauvolumen markiert einerseits den Abschluss der Aufreihung von einzelnen Schulgebäuden zum Dorfkern hin und erweitert andererseits die bestehenden Aussenräume zu einer grosszügigen, zusammenhängenden Schulanlage.

Das vorgeschlagene Konzept ermöglicht eine zeitlich gestaffelte Realisierung in Etappen, ohne aufwändige Provisorien. Die neue Grundschule kann neben dem bestehenden Türlischulhaus gangseitig erstellt werden, ohne dass der Schulbetrieb empfindlich eingeschränkt wird. Der Neubau des Kindergartens/Schulküche lässt sich anschliessend – nach Rückbau von Schul- und Schwesternhaus – aufgrund seiner einfachen Struktur in Elementbauweise
 und ohne Untergeschoss in kurzer Bauzeit realisieren.

MFH GRUNDSTRASSE


2015


Im Sarner Dorfkern entstand ein Wohnhaus für Junge und Junggebliebene. Das Gebäude umfasst sechs Studiowohnungen und ein Atelier. Der hohe Gebäudekörper auf dem schmalen Grundstück behauptet sich mit seinem charakteristischen Grundriss und der expressiven Dachform selbstbewusst gegenüber den grossen Volumen in der unmittelbaren Nachbarschaft.


Dabei übernimmt das Projekt eine Scharnierfunktion zwischen den historischen Bauten und den abstrakten, angrenzenden Flachdachkörpern. Die expressive, zweigeschossige Dachlukarne bietet einen Ausblich durch eine Baulücke in die Bergwelt.


Fünf “loftartige” Studio-Wohnungen mit je ca. 60 m2 Wohnfläche werden über ein offenes Treppenhaus erschlossen. Im zwei-

geschossigen Dachgeschoss befindet sich eine 3.5-Zimmer Wohnung mit 90 m2 Wohnfläche und einer grosszügigen Dachterrasse.



Bauherrschaft: privat

Planung: 2011 - 2013

Bauzeit: 2014 - 2015

Bauvolumen: 2’500 m2

Mitarbeit: Elia Malevez, Abel Basurto 

Baumanagement: Eggimann Architekten

Adresse: Grundstrasse 3, Sarnen

Photos: Martin Wittwer/ www.freitreppe.com


Siehe auch: archdaily.com


WIJERMATT KERNS

2011 - 2016

Die Setzung und Ausbildung der elf Baukörper wird aus der bestehenden ortsbaulichen Situation und Körnung der umliegenden Gebäude abgeleitet. Vier unterschiedliche Haustypen (Ein- bis Dreibünder) welche mit ihrer Grundrissdisposition gespiegelt und gedreht vorkommen, erlauben eine rationelle Umsetzung eines sinnvollen Wohnungsmixes mit gleichzeitiger Ausbildung von interessanten Zwischenräumen.

Die Gebäudekörper sind jeweils in der Fassadenabwicklung und der Höhe gestaffelt, die Breite der Stirnfassaden aber ist bei allen Häusern wiederkehrend gleich – in der Breite des historischen Wohnhauses Röthlin. Die neuen Gebäudevolumen erhalten so keine eindeutige Ausrichtung, viel mehr ergibt sich ein ortstypisches Zusammenspiel von Stirn- und Seitenfassaden.

Die gestaffelten Körper erlauben eine optimale Setzung innerhalb des verwinkelten Perimeters mit angemessenen Aussenräumen und vielseitigen Quersichten und Ausblicken auf die umliegende Bergwelt. Die Staffelung des Grundrisses ergibt sich durch das Verschieben der Wohnungen entlang dem Erschliessungskern. Jede Wohnung ist von mindestens drei Seiten natürlich belichtet und sämtliche Wohn- und Essbereiche mit den zugehörigen privaten Aussenräumen (eingezogene Balkone) sind südost- oder südwestorientiert.

Nicht nur die Körnung und Abstufung der Gebäudevolumen nimmt Bezug auf die ortstypischen Begebenheiten, auch die Dach- und Fassadengestaltung soll abgewandelte Elemente der umliegenden Gebäude aufnehmen. So sind durch flache Schrägdächer mit teilweise asymmetrischem Giebelstand die einzelnen Finger der Gebäude als eigenständige Einheiten artikuliert. Durch Einschnitte können für die Dachwohnungen ungedeckte Terrassen geschaffen werden. Der gesamte Gebäudekörper wird mit dem Dach über dem Attikageschoss zusammengehalten.


Adresse: Wijermattstrasse, Kerns
Bauherrschaft: Eberli Sarnen
Wettbewerb: 2010
Planung: 2011-2014
Ausführung: 2012-2016
Mitarbeit: Elia Malevez, Abel Basurto
Umgebung Projekt: Stephan Köpfli
Umgebung Realisation: Freiraum Architektur
Bauvolumen: 58'000 m3
Investitionsvolumen: 53 Mio.
Visualisierungen: Studio 12 GmbH
Fotos: Martin Wittwer/ www.freitreppe.com

HAUS BRITSCHGI


2015


Das denkmalgeschützte Wohnhaus von 1838 wurde sorgfältig restauriert und renoviert. Durch ein neues, aussenliegendes Treppenhaus, welches unterirdisch mit der Tiefgarage der Überbauung Wijermatt verbunden ist, können drei unabhängige Wohnungen erschlossen werden. Im Hochparterre befindet sich eine 4-Zimmer Wohnung mit Gartenzugang, im 1. Obergeschoss eine 3.5-Zimmer Wohnung mit Balkon und im 2. Obergeschoss eine 4.5-Zimmer Maisonettwohnung mit einem spannenden Dachraum und einer grossen Terrasse.


Das Haus ist historisch von hoher Bedeutung (regional mit 19 Punkten). Es wurde vom Obwaldner Arzt Franz Josef Durrer erbaut und ist ein stolzer Vertreter des klassizistischen Biedermeierstils damaliger Profanarchitektur. Die seit der Bauzeit wenig veränderte Bausubstanz zeugt von hoher Bauqualität und Handwerkskunst. Bemerkenswert sind die bis unters Dach massiv gemauerten und bis zu 90 cm dicken Aussenwände. Die Innenräume sind mit kunstvollen Stuckaturen, Wandtäfer und reichhaltigen Parkettböden geschmückt.


Das Haus wird von einem idyllischen Garten umgeben. Die Anlage besitzt einen alten Baumbestand welcher durch neue Pflanzen, Sitzplätze und Wege ergänzt wird, wodurch eine grüne Oase mitten im Kernser Dorfzentrum entsteht.


Die Wohnungsgrundrisse sind geprägt durch die typische Raumgliederung des historischen Gebäudes und sind von allen vier Himmelsrichtungen natürlich belichtet. Die vergleichsweise hohen Räume sind durch zierliche Nussbaumtüren verbunden. In den tiefen Mauern bilden sich raumhohe Fensternischen, welche mit der umlaufenden Wandverkleidung den Räumen einen herrschaftlichen Charakter verleihen.

 

Adresse: Sarnerstrasse 6, Kerns

Bauherrschaft: privat

Planung: 2011-2014

Ausführung: 2013-2015

Mitarbeit: Abel Basurto

Fotos: Martin Wittwer/ www.freitreppe.com


EFH ALBERSWIL

2015


Bauherrschaft: privat
Planung : 2013 - 2014
Bauzeit : 2014 - 2015
Photos: Doris Hüsler


HAUS AM HUBEL


2011


Das bestehende, zu eng gewordene  Wohnhaus am Dorfrand von Wolfenschiessen soll einem Neubau, welcher drei Generationen der gleichen Familie Platz bietet, weichen.

Der Ersatzneubau wird, wie seinerzeit das alte Haus, nordseitig im Grundstück platziert und nahe an den Hubel gerückt. Er setzt sich aus zwei ineinander-greifenden Elementen zusammen: einem massiven ‚Rücken‘ als südseitige Verlängerung der bestehenden Garage entlang des Hubels sowie dem davorgestellten, an den Betonteil angelehnten Holzbau. Der Holzbau wird als Referenz an das bestehende Wohnhaus möglichst kompakt und mit ähnlichen Proportionen ausgebildet. Präzise gesetzte Einschnitte und Aufbauten interpretieren auf zeitgemässe Weise typische Elemente der ortsüblichen Wohn- und Bauernhäuser.


Der Neubau bietet mit zwei Wohnungen drei Generationen Platz. Die im Erdgeschoss liegende 4.5-Zimmer Wohnung dient den Eltern als Alterswohnung. Die obere Wohnung mit 8.5-Zimmern erstreckt sich über zwei Geschosse und wird von der Familie der Tochter bewohnt. Beide Wohnungen verfügen über getrennte Eingänge, sind jedoch intern über die Waschküche verbunden.

Beide Wohnungen haben einen teilweise ins Volumen eingeschnittenen Sitzplatz. In der Erdgeschosswohnung liegt dieser an der südwestlichen Gebäudeecke; in der Obergeschosswohnung ist er im Südosten platziert, womit der Hubel direkt erschlossen wird. Vom oberen Sitzplatz führt eine Treppe in den Garten. Der ostseitige Betonrücken nimmt sämtliche Nebenräume wie Keller, Waschküche und Technikräume auf. Die Hauptwohnräume befinden sich im Holzvolumen, wobei die Wohn- und Essräume nach Süden ausgerichtet sind. An der Ostfassade, gegen den Hubel gerichtet, befinden sich Nassräume wie Toiletten und Bäder, sowie die Küchen.


Die hinterlüftete Fassade wird mittels vertikalen, grau lasierten Holzlatten verkleidet. Die in Breite und Tiefe unterschiedlichen Latten werden in einer geplant unregelmässigen Abfolge montiert und ergeben je nach Sonnenstand und Wetter ein abwechslungsreiches Licht- und Farbenspiel. Dieses erinnert an seit Jahrzehnten wettergegerbte Fassaden und hilft dem Haus, sich von Beginn weg im Ortsbild zu integrieren.


ROTER NAGEL

NIDWALDEN MARKIERT


An sechs ausgewählten Orten wurde 2011 während zwölf Monaten der rote Nagel in Nidwalden aufgestellt. Diese Markierungen sollen Verborgenes sichtbar machen, Vergessenes in Erinnerung rufen, Hintergründiges in den Vordergrund stellen. Diese Anlässe finden abwechslungsweise alle zwei Monate mit dem Architekturforum Uri statt.

www.innerschweizer-heimatschutz.ch


PUBLIKATIONEN


'Roter Nagel in Nidwalden und Uri' 

Karton Heft 6 Januar 2013


Online-Bericht im art-tv über die Setzung des roten Nagels am 12.11.2011 durch den Innerschweizer Heimatschutz


'Roter Nagel bezeichnet Baukultur von hoher Qualität' Artikel in der Neuen Nidwaldner Zeitung (NNZ) vom 16.11.11


'Roter Nagel im Garten' Artikel in der ONZ (Obwalden und Nidwalden Zeitung) vom 10.11.11 sowie in der Online-Ausgabe


'Ein neues Haus an alter Stelle' Artikel in Neuen Nidwaldner Zeitung (NNZ) vom 10.11.11


Adresse: Hauptstrasse 25, Wolfenschiessen

Bauherrschaft: privat

Bauvolumen: 1’800 m3

Planung: 2007-2010

Realisierung: 2010-2011

Mitarbeit: Mathias Reinhard

HAUS BREITEN

2010

Das Biedermeierhaus 'Breiten'
wurde um 1835 durch Landeshaupt-
mann Josef Maria Röthlin erbaut.
Es ist ein beachtlicher Vertreter
klassizistischer Profanarchitektur aus
der für Kerns regen Bauepoche des
19. Jahrhunderts.

Da das Haus Breiten künftig ver-
mietet werden soll, wurde in Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege ein Projekt erarbeitet, welches das Haus mit einem geringen Struktureingriff in zwei voneinander unabhängige Einheiten unterteilt. Das Gebäude bringt somit eine von der Grösse her den heutigen Bedürf-
nissen entsprechende Wohnung in
den Obergeschossen und ein repräsentatives Büro im Erdgeschoss unter.

Ein bestehender Garagenanbau auf
der Südseite wird durch einen neuen
Anbau, der den Büroraum erweitert,
ersetzt. Der vom historischen Gebäu-
de klar differenzierbare Körper ist
mit 10mm massivem Stahlblech
materialisiert.

Das Gebäude ist im Kantonalen
Inventar für schützenswerte Bauten
eingetragen und mit 19 Punken
regional eingestuft.

Publikationen:

'Wenn Obstbäume zu Häuser werden'
www.onz.ch

'Wohnen im Denkmal'
Werkstil ISBN 978-3-033-03623-9


Adresse: Flüelistrasse 9, Kerns
Bauherrschaft: privat
Planung 2008 - 2009
Ausführung: 2009 - 2010
Baumanagement: Eggimann Architekten
Bauvolumen 1'200 m3

BREITENPARK KERNS


2010


In unmittelbarer Nähe des Kernser Dorfzentrum werden auf dem langgezogenen Umschwung des denkmalgeschützten Wohnhaus Breiten 48 Wohnungen und 3 Studios in 6 Mehrfamilienhäusern erstellt. Auf gleicher Grundrissbasis wurden 32 als Miet- und 16 als Eigentumswohnungen ausgebaut.


Mit nur zwei Haustypen (Zwei- bzw. Drei-bünder), welche teilweise an der Längsachse gespiegelt werden, gelingt es, die Gebäude optimal in die heterogene Umgebung einzupassen und das Wohnhaus Breiten angemessen zu integrieren. Gleichzeitig werden so mit einem einfachen Mittel interessante Aussenräume und Durchsichten geschaffen. Um eine dem Ort angemessene Körnung zu erreichen und allen Wohnungen eine optimale Belichtung, maximale Privatheit und interessante Ausblicke auf die umliegende Bergwelt zu ermöglichen, werden die Fassaden gegliedert und die Gebäude gestaffelt.


Die innenliegenden Küchen wirken als Kern und Schaltzentrale innerhalb der Wohnungen,welche alle über einen zonierten Wohn- und Essbereich mit eingezogener Loggia verfügen. Im Sommer kann diese wie ein Aussenzimmer bewohnt werden. Da sich die Mehrheit der Wohnungen mindestens auf drei Seiten orientieren, sind in der Regel auch die Badezimmer natürlich belichtet. Die Wohnungen wurden so geplant, dass durch kleine bauliche Veränderungen unterschiedliche Grundrissvarianten möglich sind.


Adresse: Flüelistrasse 5 bis 17, 6064 Kerns

Bauherrschaft: EGB /Immovativ AG

Planung: 2006-2008

Bauzeit: 2009-2010

Bauvolumen: 36'500m3

Investitionsvolumen: 28 Mio.

Mitarbeit: Roli Wiedemeier, Mathias Reinhard

Farbkonzept: Erich Häfliger

Umgebung: Sutter Gartendesign


ARGE mit Hofstetter Bauökonomie Meggen


KINDERGARTEN ALPNACH

2013 / 1. RANG



Verfahren:
Projektwettbewerb auf Einladung
8 Teilnehmer
Einwohnergemeinde Alpnach

Programm:
4 Kindergarteneinheiten mit Gruppenräumen
2 Rhythmik-/ Musikräume




KINDERGARTEN AARAU


2015 / ohne Rang


„Ein Kind hat drei Lehrer: Der erste Lehrer sind die anderen Kinder. Der zweite Lehrer ist der Lehrer. Der dritte Lehrer ist der Raum“ – Otto Seydel


Mit seiner klaren Figur und Ausrichtung wird das neue FuSTA/ KIGA-Haus zum selbstbewussten Baustein in der ge- wachsenen Schulanlage Rohr und schliesst diese im Norden linear ab.
Die Positionierung bewirkt eine starke Präsenz beim Eingang zum Schulareal und schafft im Süden eine grosszügige, gut besonnte und von der Hinterdorf- strasse abgeschirmte Rest- und Freifläche für Aussenaktivitäten.

Die beiden Betriebseinheiten werden in zwei eigenständigen Gebäuden unterge- bracht, sind aber durch einen Zwischenhof dem geschützten Aussenbereich der Krippe – und einer durchgehenden Fassadengestaltung zu einer formalen Einheit zusammengefasst. Die grosse horizontale Ausdehnung der Fassade wird durch den Rhythmus der Dachform wieder aufgebrochen und erhält eine „häusliche“ Massstäblichkeit. Abstrakt gehaltene Öffnungen überlagern jeweils zwei Gibelkörper und fassen die dahinter liegenden Nutzungseinheiten zusammen. 


Der Zugang für Hort und Krippe erfolgt prominent über den Vorplatz am Tor zur Schulanlage, die Kindergarten werden über den südlichen, von der Strasse abgewandten Aussenbereich erschlossen. Die gedeckten Eingänge sind jeweils mit Volumeneinschnitten ausgebildet.

Die drei autonomen Kindergarten sind ebenerdig nebeneinander organisiert, gleich ausgerichtet und können bei Bedarf intern verbunden werden. Die Haupträume werden durch eingeschobene Körper wie dem gedeckten Aussenraum, dem als „Haus im Haus“ ausgebildeten Arbeitsraum sowie dem Serviceblock zoniert. Der mit einer Schiebewand akustisch abtrennbare Gruppenraum schliesst direkt an den Hauptraum an und erlaubt räumliche Quersichten und Sichtkontakt. 


Die Räume sind durch zwei Fassaden und mehrere Oblichter genügend belichtet, erlauben vielseitige Ausblicke und das unmittelbare Erfahren des Tageslichtverlaufs. Die Gibelform generiert einerseits eine grosszügige Raumwirkung und vermittelt andererseits eine häusliche Geborgenheit. Krippe und Hort sind auf zwei Geschossen organisiert. Ein gemeinsamer Eingangsbereich erschliesst im Erdgeschoss die zwei symmetrisch angeordneten Krippen, welche durch den verglasten Mehrzweckraum verbunden sind. Der grosse Spielraum öffnet sich jeweils seitlich zur Umgebung hin und bietet im Osten einen direkten Zugang zum geschützten, gemeinsamen Aussenraum.

Im Obergeschoss befinden sich die Räume des Horts. Aufenthalts- und Essbereich sind im Westen mit Aussicht auf Schule und „Schachenbalkon“ untergebracht. Ebenso wie bei den im Osten angeordneten Mehrzweckräumen lassen sich hier die einzelnen Einheiten mittels Faltwand unterteilen oder zusammenlegen und erlauben eine flexible Nutzung. Für die Erschliessung des Obergeschosses kann bei Bedarf ein Treppen- oder Personenlift eingebaut werden. 


Der Aussenraum ist entsprechend den unterschiedlichen Bedürfnissen der Funktionseinheiten gestaltet. Die grosszügige Auskragung im Eingangsbereich schafft einen vielseitig nutzbaren gedeckten Aussenbereich für die Kinder vom Hort. Er öffnet sich zur Schule und zum neu geschaffenen Rasenplatz. Die intensiv begrünte, grosszügige Spielwiese wird lediglich mit ein paar schattenspend- enden Bäumen eingerahmt und integriert gleichzeitig die Sitzgelegenheiten vor der bestehenden Turnhalle. 



WIJERMATT, KERNS


2010 / 1. Rang


Mittels eines Studienauftrages wurde ein Vorschlag gesucht, welcher zu wirtschaftlich guten Bedingungen eine Siedlung mit hoher Wohn- & Lebensqualität auf dem zentral gelegenen Grundstück Wijermatt in Kerns ermöglicht. Es wird die Realisierung einer nachhaltig konzipierten Anlage mit ca. 85 Miet- beziehungsweise Eigentums-wohnungen beabsichtigt.


Der Studienauftrag wurde durch die Eberli Generalunternehmung AG Sarnen in Auftrag gegeben und in einem Konkurrenzverfahren mit vierArchitekturbüros durchgeführt.Durrer Architekten konnten mit ihrem Projekt „Scheeni Uissichte“ das Preisgericht überzeugen. Es ist ihnen gelungen mit den geplanten Neubauten auf die Massstäblichkeit der Umgebung und auf die geforderten betrieblichen Vorgaben einzugehen.


Durrer Architekten wurden mit der Überarbeitung des Wettbewerbprojektes und der weiterenPlanung beauftragt. Die Quartierplaneingabe ist auf Ende Jahr und die Baueingabe im Frühling 2011 geplant. 


Auszug aus dem Jurybericht:


Obwohl wir uns in einem Gebiet mitunterschiedlichen Bautypen ausverschiedenen Zeiten befinden, ist ihre Bauten sowohl in Bezug auf dieKörnung und Massstäblichkeit wieauch auf ihre Stellung innerhalb derUmgebung verweben. Dieses zentrale Anliegen setzen sie auf überzeugende Art um, die Neubauten

sind im Situationsplan kaum auszumachen, in der Architektur sprechen sie dann richtigerweise eine eigene zeitgemässe Sprache von ebenfalls

hoher Qualität.


Die durch die geforderte Verbindung bestehende Gefahr, das zusammenhängende Gebiet zu teilen wird durch die geschickte Strassenführung vermieden, das Areal wird gleichmässig möbliert, sodass auch alle Aussenräume ähnliche Abmessungen erhalten.


Sämtliche Einheiten der zwei- bis dreibündigen Typen orientieren sich

in drei bis vier Richtungen. So entstehen differenzierte Ausblicke in verschiedene Richtungen und eine attraktive Spannung zwischen ‚dörflicher’ Dichte und Weite. Das bestehende Haus ‚Röthlin’ wird respektvoll behandelt, behält seinen Umschwung und wird sogar zur Referenzgrösse für die Stirnfassaden der neuen Wohnhäuser.


Die Wohnungen sind klar organisiert, mit wenigen Ausnahmen gut orientiert und besonnt und die meisten Nassräume liegen an den Fassaden. 

Zwei von der neuen Durchfahrtsstrasse erschlossene Parkgaragen sind direkt mit den einzelnen Wohnhäusern verbunden, ein ‚organisches’ Wegnetz garantiert die notwendigen Fussgängerverbindungen.


Zusammenfassend handelt es sich bei dem Projek um ein sehr stimmiges, sich sensibel mit der Umgebung verbindendes Projekt von hoher Qualität, das trotz starkerIntegration ein hohes Mass an Eigenständigkeit und Identität besitzt.


Verfahren: Studienwettbewerb auf Einladung

Auslober: Eberli GU 


PDF Wettbewerbsbeitrag


OBERE ALLMEND, SARNEN

2010 / 3. Rang

Der Wettbewerbsperimeter liegt am Rande des Sarner Dorfes in der Nähe der Autobahn A8. Er ist allseitig von unterschiedlichen Bebauungsmustern mit unterschiedlichen Typologien wie Einfamilien-hausquartier, viergeschossigen Wohnbauten, Kirchareal und Industriezone umgeben. Die verschiedenen an diesem speziellen Ort aufeinander treffenden Strukturen verlangen nach einer in sich geschlossenen Bebauungsform, die in der Lage ist, zwischen den unterschiedlichen Körnungen zu vermitteln. 

Das Projekt Allmendhof schlägt eine in seiner Umgebung eigenständige Typologie vor, die im Hinblick auf einen sorgfältigen Umgang mit Bauland ein ortsverträgliches, verdichtetes Bauen mit grosszügigen Freiflächen zulässt und gleichzeitig gute Aus- und Durchsichten ermöglicht. 

Drei unterschiedlich lange Gebäudekörper, welche entlang der Parzellengrenze situiert sind, definieren einen innenhofartigen Zwischenraum der sich auf drei Seiten öffnet. Die dabei entstehenden räumlichen Qualitäten in der Beziehung von Innen und Aussen, Hof- und Strassenseite schaffen eine interessante Wohnatmosphäre und geben den Wohnungen nebst der Aussicht auf die umliegende Bergwelt eine weitere Dimension. 


Mit der vorgeschlagenen Anordnung der Bauten lassen sich die Lärmimmissionen der A8 reduzieren, indem ein länglicher, dreigeschossiger Gebäudekörper im Südosten (Haus 2) eine Art 'Schallrücken'

bildet. Nordostseitig wird der Hof mit einem kürzeren, dreigeschossigen Gebäudekörper (Haus 1) gehalten. Dieser ist entsprechend einer optimalen Besonnung in Richtung Südwesten zum Innenhof hin orientiert. Im Westen nimmt ein zweigeschossiges, abgewinkeltes Gebäude (Haus 3) die Geometrie des angrenzenden Einfamilienhausquartiers auf und definiert gleichzeitig den geschützten Hofraum gegenüber der Flüelistrasse. Durch die reduzierte Gebäudehöhe wird ein subtiler Übergang zur Geschossigkeit des Einfamilienhausquartiers und des Kirchenareals hergestellt, sowie der Einfall der Abendsonne in das Innere der Bebauung optimiert. 


Mit dem Projekt Allmendhof lassen sich insgesamt 24 attraktive Wohnungen für Junge, Familien sowie für ältere Bewohner realisieren. Es offeriert einen breiten Mix von 2.5- bis 5.5-Zimmer Wohnungen mit einer grossen Palette an verschiedenen Grundrissen und Wohnungsgrössen. Gemäss der sich (demografisch) abzeichnenden Nachfrage beinhaltet der Mix einen hohen Anteil an 3.5-Zimmer Wohnungen sowie eine maximierte Anzahl von grosszügigen Erdgeschoss- und Attikawohnungen. 


Die vorgeschlagenen Grundrisse können sowohl als Miet- wie auch als Eigentumswohnungen ausgebildet werden. Alle Wohnungen sind auf drei bis vier Seiten belichtet und verfügen über jeweils eine Nasszelle mit Tageslicht. Durchgehende Wohn-/ Essbereiche bringen insbesondere auch bei den Ost-West orientierten Wohnungen viel Licht und Sonne in den Tagesbereich. Die Wohnräume orientieren sich mit ihrem Aussensitzplatz oder Balkon zum Hof hin. Diese sind im Bereich Küche/Essen zur Hälfte im Gebäudevolumen eingezogen und zur Hälfte ausladend, wodurch ein windgeschützter, privater Aussenbereich der Wohnungen gewährleistet ist. Je nach Besonnung, Lärmimmission und Lage zum Hof haben die Wohnbereiche den Balkon auf der einen oder anderen Seite sowie ein raumhohes Wohnfenster auf der entsprechend gegenüberliegenden Seite. Die Erschliessungsgänge in den Wohnungen bieten mit ihrer grosszügigen Breite viel Platz für Einbauschränke, welche eine komfortable Alternative zu einem Reduit auf engem Raum bieten. Die einfache Gebäudestruktur lässt eine flexible Anpassung und eine Palette von Grundrissvarianten zu. 


Die Hauseingänge sind jeweils strassen- oder trottoirseitig angeordnet. Über einen zusätzlichen Ausgang gelangt man direkt in den gemeinsam genutzten Innenhof. Der Verkehr wird ausschliesslich über die Militärstrasse erschlossen, an welcher sich Besucherparkplätze sowie die Zufahrt zur unterirdischen Einstellhalle befinden. Sämtliche Wohnungen sind via Erdgeschoss oder Einstellhalle rollstuhlgängig erschlossen. 


Die Aussenraumgestaltung differenziert einen öffentlichen Bereich entlang der Strassen und dem Kirchgemeindehaus und einen halbprivaten Bereich im Innern des Hofes. Dieser wind- und lärmgeschützte Aussenbereich ist nur über die Hauseingänge erreichbar und dient den Bewohnern als Erholungs- und Begegnungsraum und wird sicherlich den Allmendhof zu einem attraktiven Ort zum Wohnen und Leben verhelfen. 


  • OKB SARNEN

  • 2007 / 3. Rang

  • Der neue Hauptsitz der Obwaldner
  • Kantonalbank wird in einer Ge-
  • bäudegruppe, bestehend aus dem 
  • repräsentativen Altbau von 1908/09
  • sowie zwei etappiert erstellten Büro-
  • neubauten beherbergt. Die drei 
  • Gebäudekörper sind im ersten 
  • Obergeschoss durch ein Binde-
  • glied, welches einen Raum für 
  • die zentrale Markthalle aufspannt,
  • miteinander verbunden. Diese 
  • Aufgliederung des grossen benö-
  • tigten Volumens und deren Form-
  • gebung, erlaubt eine Anpassung an 
  • den Massstab des Sarner Dorf-
zentrums, wie auch an das hist-
orische Bankgebäude an der Bahn-
hofstrasse. Die Neu- und Anbauten
verstehen sich als zurückhaltende
Ergänzung zum bestehenden Bau.
Das grössere Neubauvolumen der
ersten Etappe, welches vorwiegend
Büroräume enthält, ist entlang der
Nachbarparzelle Frauenkloster mit
einem, für den Abbruch des beste-
henden Anbaus aus dem Jahre
1966, genügenden Abstand positi-
oniert. Das kleinere Volumen der
zweiten Etappe, welches die Räume
für Kundenberatung und Weiter-
bildung enthält, wird auf das belas-
sene Untergeschoss des Anbaus an
die Flucht des bestehenden Anbaus
gestellt. Somit wird die Baumallee
und der klar definierte Strassenraum
 am Eingang des Dorfzentrums
weitergeführt und erhalten. Es wird
jedoch ein Platz an der Verzweigung
Brünigstrasse – Bahnhofstrasse
freigespielt, welcher dem Altbau
genügend Raum gibt und gleich-
zeitig auf den Eingang zur Markt-
halle hinweist.
Zwischen den Gebäuden befindet
sich jeweils ein ebenerdiger Kunden-
eingang zur Schalterhalle – dies er-
laubt, die Markthalle als einen halb-
öffentlichen Raum erlebbar zu
machen und gleichzeitig einen Zug-
ang vom Dorfzentrum, vom Bahnhof
und vom Kurzzeitparking zu erhalten.
Die übrigen Räume im Erdgeschoss
sind dem Niveau des Altbaus an-
gepasst und bieten somit auch den
geforderten Hochwasserschutz.
Ebenso erlauben im ersten Ober-
geschoss die Niveaus der Neu-
bauteneine durchgehende Anbin-
dung an den Altbau – und kreieren
so eine zentrale Verbindungsebene
zwischen den verschiedenen
Abteilungen.
Die Fassadengestaltung der Neu-
bauten zielen durch die unregel-
mässige Verwendung eines repeti-
tiven Elementes (vorfabrizierte
Betonstützen) auf einen abwechs-
lungsreichen, homogenen Ausdruck,
welcher neben der detailreichen
Fassade des Altbaus bestehen
kann, diesen jedoch nicht zu imitie-
ren versucht. Dieser Fassaden-
ausdruck ist gleichzeitig ein Hinweis
auf die innere Flexibilität der
Gebäude.

Auszug aus dem Jurybericht:
Das Projekt orientiert sich an der
kleinmassstäblichen, heterogenen
Körnung des Dorfes Sarnen.
Die Projektverfasser erzeugen mit
der Positionierung der zwei neuen,
rechteckigen Baukörper im
Zusammenspiel mit dem beste-
henden Altbau der Bank eine gut
situierte Gebäudegruppe. Das
historische Bankgebäude wird
seiner Bedeutung entsprechend
freigestellt. (....)
Der Strassenraum der Brünigstrasse
wird klar definiert und der Weg der
Baumallee wird weitergeührt. An der
Ecke Brünig- / Bahnhofstrasse
entsteht ein Platz, der von der
rekonstruierten Westfassade des
Altbaus flankiert wird, im Weiteren
aber sehr zurückhaltend gestaltet ist.
Die Einzelteile der Gebäudegruppe
werden durch eine zweigeschossige,
dreieckige Markthalle, die auf dem
Niveau des gewachsenen Terrains
liegt, verbunden. Die Stellung der
einzelnen Bauten zueinander ergibt
drei gleichwertig gestaltete Eingänge
in die Markthalle, die allerdings sehr
sparsam ausformuliert sind.
Die Erreichbarkeit ist somit von der
Bahnhofstrasse, vom neu geschaffe-
nen Platz an der Brünigstrasse und
vom Parkplatz her optimal. (....)
Die Zuordnung der Nutzungen ist
klar und konsequent. Die Büroräume
sind vollumfänglich im bestehenden
Altbau und im grösseren Neubau-
volumen angeordnet, wo im Dachge-
schoss auch die Räume des Bank-
rates, der Direktion und Geschäfts-
leitung liegen. Das kleinere Volumen
nimmt die Nutzungen mit öffentli-
chem Charakter auf. Diese Nutzungs-
verteilung führt zu sehr zweckmässi-
gen, gut funktionierenden Einheiten.
Die Grundrissgestaltung der drei
Einzelbauten ist sachlich klar und
einfach. Sie ergibt attraktive,
hochwertige Arbeits-, Beratungs-,
Schulungs- und Konferenzräume mit
unterschiedlichen Bautiefen.
Während die Büroräume entlang den
Fassaden aufgereiht werden, liegen
die Erschliessungsflächen und die
Serviceräume im Kern der Gebäude.
 
Bei der Gestaltung der Markthalle
verdient der Einbezug der be-
stehenden Südfassade des Altbaus
lobende Erwähnung. Der sorgfältige
Umgang mit dieser „neuen“ alten
Fassade manifestiert sich darin,
dass die Fassade für eine Verbin-
dung nur an einem, gut gewählten
Punkt im ersten Obergeschoss
aufgebrochen wird. Das Thema
der Innenfassade wird bei den Neu-
bauten aufgenommen und fortge-
führt, was zu einem spannenden
Zusammenspiel führt. (....)
Die Fassaden der Neubauten sind
mit den horizontalen Decken-
bändern, den vertikalen Beton-
Rasterelementen in rhythmisierter
Anordnung und den raumhohen
Fenstern konsequent gestaltet.
Die Höhenentwicklung der Neu-
bauten nimmt Bezug zur Schich-
tung des Altbaus. 
Diese einfache Formensprache
erlaubt es dem Altbau als haupt-
sächlich repräsentierendes Ge-
bäude aufzutreten, was seinen
Qualitäten absolut entspricht.
Die Dachgestaltung lehnt sich
formal an diejenige des Altbaus
an, sie wirkt aber zu schwer. (...)
Das Projekt überzeugt aus städte-
baulicher Sicht. Die äussere und
innere Gestaltung der Neubau-
ten ist gelungen und attestiert
den Verfassern einen respektvollen
Umgang mit dem Altbau. Die
betrieblichen Funktionalitäten
werden optimal gewährt.
Das Projekt „added value“ stellt
insgesamt einen wertvollen
Lösungsvorschlag dar.

offener Wettbewerb 2007
Auslober: OKB Sarnen
Kennwort: added value


PDF OKB Sarnen

KITA OBERAEGERI


2014 / ohne Rang


Die unterschiedlichen künftigen Besucher werden in zwei unterschiedlichen und eigenständigen Häusern untergebracht, die Kinder im historischen Stationsgebäude mit rückseitigem Anbau und die Jugenglichen und Kulturinteressierten im Neubau nebenan, einem weiteren, ausgewogenen und selbstbewusstem Baustein im Ortskern von Oberägeri. Durch dessen Zurücksetzen und klares Separieren behält der kleine Körper des Stationsgebäudes seine ursprüngliche Präsenz im Ortsbild. Das Dach des rückwertigen eingeschossigen Anbaus überspannt den Zwischenraum, welcher dem Jugendtreff als gedeckter Aussenbereich dient und verbindet die zwei Gebäudekörper zu einer Anlage wie sie einst Stationsgebäude, Schopf und Remise bildeten.


Das historische Wohnhaus wird sorgfältig restauriert und bleibt in seiner Struktur weit möglichst unverändert. Die neue Nutzung ist so organisiert, dass ein Maximum an historischer Substanz wie z.B. Raumverkleidungen bestehen bleibt. Im Hochparterre und im Obergeschoss finden die zwei Gruppen der Kinderkrippe ihre Haupträume. Im natürlich belichteten Kellergeschoss befinden sich der gemeinsame Bastelraum und im Dachgeschoss der gemeinsame Kreativbereich. Die dienenden Räume wie Foyer, Garderobe, Nasszellen und Räume für die Krippenleitung sind im Anbau untergebracht. Der später vergrösserte Treppenhausanbau wird komplett erneuert und näher zu seiner mutmasslich ursprünglichen Form zurückgeführt. Die originale Treppe im Innern bleibt erhalten. Der Anbau besteht aus einer leichten Stahl-Glas Konstruktion, welche mit einer formalen Leichtigkeit dem Altbau andockt und den Aufsichtspersonen einen Überblickt über den Aussenspielbereich sowie den Krippenzugang gewährt. 






Der selbstbewusste und diskrete Neubau wird zur neuen Adresse im öffentlichen Leben von Oberägeri. Seine Räume dienen einzig dem Zweck der Durchführung gemeinsamer Aktivitäten. Im Hochparterre und im Obergeschoss werden der Jugendtreff und der Kulturtreff untergebracht, welche durch ein gemeinsames Treppenhaus verbunden sind. Im natürlich belichteten Kellergeschoss sind die Nebenräume untergebracht. Die unterschiedlichen Lochfenster ermöglichen den Bezug zum öffentlichen Strassenraum und den Ausblick zur malerischen Seelantschaft. Die Architektursprache des Neubaus übernimmt Elemente des historischen Gebäudes wie Fassadensymetrie, Vierschilddach, Decorelemente und Farbigkeit, welche entsprechend zeitgemässer Materialisierung und Konstruktion übersetzt werden.Diesen Gesten unterstützen einen ausgeglichenen Dialog zwischen den unterschiedlich Bauten. Die grossen und geschossübergreifenden Fassaden-öffnungen generieren einen Masstabs-sprung der auf die öffentliche Nutzung hinweisst und die Bewohner und Jugend von Oberägeri einlät sich zu treffen.


FHGZ LUZERN


2015 / ohne Rang


Die höhere Fachschule Gesundheit Zentralschweiz positioniert sich mit einem markanten und identitätsstiftenden Gebäudekörper, welcher sich durch Proportion und volumetrische Fassadengliederung gut in die dichte Umgebung einfügt, in prominenter Art und Weise auf dem Spitalareal Luzern. Sie markiert Präsenz, nimmt aber zu den bestehenden und geplanten umliegenden Gebäuden einen gebührenden Abstand ein, was eine optimale Belichtung der Arbeitsräume ermöglicht. 

Die ausgeschnittenen Eckbereiche des quadratischen Grundrisses verkürzen optisch die Fassadenlänge und greifen die Massstäblichkeit der umliegenden Bauten auf. Das Haus der HFGZ steht gleichzeitig auf den beiden vorhandenen Umgebungsleveln. Der Haupteingang auf Strassenniveau, welcher durch das auskragende Gebäudevolumen einen grossen gedeckten Vorplatz anbietet, empfängt die Studenten, Mitarbeiter und Besucher, welche mit dem öffentlichem Verkehr anreisen. Die Velofahrenden finden den Gebäudezugang im Norden auf dem Niveau des Urnerhofweges. 

Das gewünschte Raumprogramm ist auf sechs Vollgeschossen und einem allseitig zurückgezogenen Attikageschoss angeordnet. Erschlossen werden die kranzförmig an der Fassade angelegten Räume mittels einer grosszügigen Treppenanlage, welche sich (einer Äskulapnatter gleich) im Innern eines Lichthofes in die Höhe schlängelt und einen direkten, übersichtlichen Zugang zu allen Abteilungen ermöglicht. 

Die betrieblichen Einheiten sind geschossweise unterteilt. Im Erdgeschoss befinden sich ne- ben Empfang und Foyer, sowie einem grossen Sitzungszimmer beim Eingang, die Räume der Administration und Verwaltung. Im ersten Obergeschoss befinden sich die Gemeinschaftsbüros der Lehrpersonen. Die innenliegenden und transparent ausgeführten Sitzungszimmer zonieren die allgemeine Verkehrsfläche und die Zugänge zu den Büroräumen. 

Die Unterrichtsräume verteilen sich auf die darüber liegenden vier Geschosse, wobei die Labore und deren Nebenräume auf dem obersten Geschoss den Abschluss der Schulungsräume bilden. Die gleichmässig auf die Geschosse verteilten Pausen- und Lernnischen werden jeweils vom Erschliessungshof beziehungsweise von der Fassade her natürlich belichtet und ermöglichen regen Austausch aber auch konzentriertes Arbeiten, je nach Positionierung. 

Die Cafeteria und die Mediathek befinden sich im grosszügig belichteten Dachgeschoss mit Zugang zur Terrasse - beide bieten Aussichts- und Rückzugsmöglichkeiten von hoher Qualität. 

Das strenge Konstruktionsraster der Gebäudestruktur steht für eine hohe Flexibilität in der Nutzung. Das Achsmass von 2.64 x 2.64 m ermöglicht optimale Raumproportionen und Unterteilungs- sowie Verbindungsmöglichkeiten der Unterrichtsräume. So kann auch zu einem späteren Zeitpunkt auf eine geänderte Nutzungsanforderung reagiert werden.


Mit dem Projekt Nachtigall erhält die HFGZ ein sehr ökonomisches und kompakt organisiertes Schulgebäude mit optimal belichteten und gut proportionierten Schulräumen. Die innere Erschliessung mit Lichthof und plastischer Treppenanlage bietet viele Möglichkeiten für Blickkontakt und Begegnung, räumliche Qualitäten welche konzentriertes Lernen und kreatives Austauschen fördern. 




EFH MERENSCHWAND

In einem heterogenen Umfeld mit Ein- und Mehrfamilienhäusern, Agrar- und Gewerbebauten soll auf einer leicht ansteigenden Parzelle ein neues Einfamilienhaus erstellt werden.

Um das grosszügige Raumprogramm der Bauherrschaft in einem dem Ort angemessenen Volumen unterzu-bringen, wurde sowohl im Grundriss als auch im Schnitt eine Staffelung eingeführt.

So ist der ursprünglich archetypische Hauskörper in der Längsachse um eine Zimmerbreite verschoben, was sich in einer Segmentierung der längeren Fassaden auswirkt. Im Schnitt wird das Haus ebenfalls gestaffelt, indem der östliche Gebäudeteil um eine halbe Geschosshöhe abgesenkt wird. Damit kann die Integration ins Gelände und die interne Erschliessung optimiert sowie die Gesamthöhe des Gebäudes reduziert werden. 

Da die Bauherrschaft gerne Gäste empfängt und bekocht, wird der Essraum zum eigentlichen Kern des Hauses ausgebildet. Durch seine Position und doppelte Geschosshöhe wird er zum Referenzraum innerhalb des Gebäudes. Er ermöglicht vielseitige Quersichten und Ausblicke und macht durch seine seitliche Öffnung bis in die Dachschräge die gesamte Dimension des Hauses erlebbar.

Die Raumabfolge innerhalb des Erschliessungsparcours führt von Halbgeschoss zu Halbgeschoss immer mehr vom Öffentlichen ins Private: vom Eingang über den Wohn- und Essbereich, die Büro- und Gästeräume, die Kinderzimmer bis hin zum grosszügigen, in der Höhe gestaffelten Elternbereich unter dem Dach mit direktem Ausgang auf die integrierte Terrasse.

Das ganze Haus gibt sich in der äusserlichen Gestalt zurückhaltend um dann im Innern seine räumliche Vielfalt voll zu entwickeln.


Das Projekt wird ab Baubewilligung durch ein örtliches Büro ausgeführt.

Vorprojekt / Baueingabe
Bauherrschaft         privat
Planung                  2010-2011
Volumen                 1'250 m3
Adresse                  5634  Merenschwand


SEEMLI VITZNAU

Für die anstehende Ortsplanungs-
revision in Vitznau wurde über das nordöstlich des Dorfzentrums ge-
legene Areal Seemli eine Bebauungs- und Erschliessungsstudie verfasst.

Die Studie zeigt beispielhaft mögliche Bebauungsstrukturen auf, welche eine ortsbildverträgliche Verdichtung des topografisch anspruchsvollen Geländes am Waldrand erlauben.

Obwohl die Topografie den Betrach-tungsperimeter in einen östlichen Teil am steilen Hang und erhöhten Plateau sowie einen westlichen Teil in der Senke der bestehenden Fensterfabrik aufteilt, soll die Bebauung Seemli eine Einheit bilden und nach den gleichen Kriterien gestaltet werden:

Vornehmlich Wohnnutzung, horizontal und vertikal gestaffelte Bauten und Fassaden mit einem besonderen Augenmerk auf der Dachgestaltung, direkte Seesicht für die Mehrheit der Wohnungen, Quersichten und Ausblicke in alle Richtungen, kleinstmögliche Eingriffe in das bestehende Terrain sowie möglichst viel Freiraum zwischen den Gebäuden und den einzelnen Einheiten.

Dabei wird insbesondere eine Verkehrserschliessung angestrebt, welche sich gut in das bestehende Terrain integriert und gleichzeitig eine sinnvolle Etappierung der Bauten ermöglicht ohne dass eine Zäsur zwischen oberem und unterem Teil der Bebauung entsteht.

Zurzeit wird die Studie durch die Ortsplanungskommission begutachtet.

Bebauungsstudie
Bauherrschaft          privat
Planung                   2011
Betrachtungsareal   13'200 m2
Adressse                 Gütschstrasse
                               6354 Vitznau

POUBELLE SIERRE

Das Design basiert auf der Idee einer
„Non-Standard“-Serienproduktion,
welche mit Hilfe von CAD-CAM-Soft-
ware spezifische Anpassungen an
jedem Einzelobjekt entsprechend
dem individuellen Standort ermög-
licht.Jeder hergestellte Container ist
ein Unikat, geformt durch variierende
Parameter vor Ort wie z.B. Platz-
verhältnisse oberirdisch und/oder
unterirdisch, erforderte Kapazität,
Umgebung, Terrainverlauf usw.   
Der Entwurf und die Funktion des
assoziativen, geometrischen
Modelles,entwickelt von Reto Durrer
und Rodrigo Loaiza am Berlage
Institut in Rotterdam, sind im Artikel
„Parametric Urban Waste Container“
in der Architekturzeitschrift
Archithese (Heft Nr. 4/2006)
ausführlich beschrieben.
Eine speziel für Sierre entwickelte
Funktion ist die Anpassungsfähigkeit
 der Schale an das unterschiedlich
geneigte Terrain. Die Oberflächen-
konti-nuität der einzelnen Standorte
muss nicht unterbrochen werden.
Die gesamte Konstruktion sämtlicher
Teile des Containers basiert auf den
Höhenkoten der vier Eckpunkten
im Gelände.
Mit der reibungslosen Produktion
einesPrototypen (Massstab 1:2)
konnte das CAD-CAM Design erfolg-
reich getestet werden. Die Daten,
die vom virtuellen Modell aus der
Software exportiert werden, sind
direkt auf die CNC-Maschinen über-
tragbar. Sechs Einzelteile werden
mit einem Laserschneidegerät aus
einem einzelnen Stahlblech ausge-
schnitten.  Vier Wandelemente wer-
den mit einer CNC-Abkantungs-
maschine, die mit Spezialwerkzeug
im Containerradius ausgerüstet ist,
gebogen. Die Kugelausschnitte an
den oberen zwei Ecken werden
ebenfalls mit einem speziell ange-
fertigten Werkzeug in die ent-
sprechende Form gepresst.
Die Einzelteile werden von Hand
verschweisst und verspachtelt.
Die Containerschale kann an-
schliessend galvanisch verzinkt und
einbrennlackiert werden.
Der Prototyp wurde von der Firma
Meyer Metall AG unter der Leitung
von Peter Obi produziert.
Das assoziative Design lässt sich an
jedem Standort perfekt anpassen.
Das Erscheinungsbild ist zurückh-
altend – auch eine Serie wirkt durch
unterschiedliche Nuancen einzelner
Objekte weniger dominant.

'An den Grenzen der Standardisierung'
Artikel Archithese Herft 4 2006

Abfallcontainer für Sierre
Auftraggeber         Stadt Sierre
Planung                 2007

mail@durrerarchitekten.ch

Telefon +41 41 662 17 71

Durrer Architekten GmbH
dipl. Arch. FH ETH MA SIA
Moosstrasse 7
CH-6003 Luzern

Partner:

Daniel Durrer, dipl. Arch ETH SIA
Reto Durrer, dipl. Arch FH MArch B.I.

Mitarbeiter:

Sabrina Mathis, dipl. Arch BA/ FHZ
s.mathis@durrerarchitekten.ch

ehemalige Mitarbeiter:

Basurto Abel, dipl. Architekt
Keller Sophie, dipl. Architektin
Lang Ane, dipl. Architektin
Loaiza Rodrigo, MArch B.I.
Malevez Elia, dipl. Architektin FH
Reinhard Mathias, dipl. Arch. MA
Speiser Meret, dipl. Arch FH MA Kunsthist.


Team komplett

Aktuell suchen wir keine fixe Verstärkung.

Interessante Spontanbewerbungen (speziell Zeichner/-innen EFZ) sind jedoch willkommen und werden gebührend geprüft.

Praktikum

Wir bieten gelegentlich Praktika von 3-6 Monaten für motivierte Studentinnen/ Studenten mit gestalterischen Qualitäten zur Mitarbeit an Wettbewerben und Studien an.

Bewerben mit Portfolio und gewünschtem Zeitraum unter:
 
mail@durrerarchiteken.ch
'Haus ist zu einem Bijou geworden'

'KARTON Architektur im Alltag Zentralschweiz'

'Roter Nagel im Garten... Auszeichnung IHS'

'Roter Nagel bezeichnet Baukultur von hoher Qualität'

'Neues Haus an alter Stelle'

Videobeitrag 'Roter Nagel Haus am Hubel'

'Wohnen im Denkmal'

'Wenn aus Obstbäumen Häuser werden'

'An den Grenzen der Standardisierung'